Sunday, May 14, 2017

Namenkundliche Informationen 107/108 (2016) ausgeliefert

GfN

Die meisten Mitglieder der GfN haben inzwischen (vorausgesetzt, sie haben ihren Jahresbeitrag entrichtet) den neuesten Band der Namenkundlichen Informationen erhalten. Als Schwerpunktthema sind hier die Akten der kleinen Tagung "Namen und Übersetzung" (Oktober 2016) abgedruckt, doch enthält der Band zahlreiche weitere Beiträge, mit einem kleinen, zufälligen Schwerpunkt zur Etymologie von "Leipzig".
Bild von NI aus dem Jahr 2007
Durch das Schwerpunktthema ist der Umfang wieder deutlich größer als die im Prinzip anvisierten rund 400 Seiten pro Jahrgang. Dieser Band ist der erste, der ohne Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erscheint. Das Ziel dieser langjährigen Förderung wurde inzwischen erreicht: Nach einem aufwendigen technischen Verfahren steht die Zeitschrift als Open- Access-Publikation im Internet zur Verfügung, auch die ursprünglich nicht digitalisierten Bände 1-94 sind leicht einsehbar (www.namenkundliche-informationen.de). Dieser Band wird ebenfalls, mit einer vorgeschriebenen Verzögerung, als Online-Zeitschrift für jedermann zugänglich sein. Allerdings ist die zukünftige Finanzierung nicht gesichert: Alleine über Mitgliedsbeiträge ist die Herstellung der Druckversion und der Online-Version (die einem allgemeinen Publikum in der ganzen Welt gratis zur Verfügung steht) nicht zu verwirklichen.
Erschienen ist der Band wieder im Leipziger Universitätsverlag: 522 Seiten, Broschur, 49,00 €, ISBN 978-3-96023-113-4 bzw. ISSN 0943-0849. Der Inhalt:

Inhalt / Contents

A. Themenschwerpunkt / Main Topic

Namen und Übersetzung / Names and TranslationAkten des Kolloquiums in Leipzig, 8. Oktober 2016 /Symposium Papers, Leipzig, 8 October 2016
Dietlind Kremer: Namen und Übersetzung oder besser: Wiedergabe von Namen in der Übersetzung/ Names and translation or better: Reproduction of proper names intranslations S. 10–26
Rosa Kohlheim / Volker Kohlheim: Dreieinhalb Jahrhunderte Don Quijote deutsch: Die Eigennamen in der Übersetzung/ Three and a half centuries of the German Don Quixote: The propernames in translation S. 27–41
Volker Kohlheim: Gradiva. Der übersetzte Name und sein Abbild / Gradiva. The translated nameand its image S. 42–53
Eliza Pieciul-Karmińska: Probleme der Wiedergabe von Anthroponymen und appellativischen Personenbezeichnungen in der gegenwärtigen polnischen Übersetzung der „Kinder- undHausmärchen“ der Brüder Grimm / Rendition of anthroponyms in the new Polish translation of the „Children’s and Household Tales“ by Brothers Grimm S. 54–76
Stanislava Gálová: Verfahren der Wiedergabe von Eigennamen im Sprachenpaar Deutsch-Slowakischam Beispiel von literarischen Texten / Translation processes of proper names ingerman-slovak literary texts S. 77–93
Ewa Makarczyk-Schuster / Karlheinz Schuster: Herr Wie-wenn-mann. Zur Frage der Übersetzbarkeit und der Übersetzung von„sprechenden Namen“ in Witkacys Bühnenstücken / The question of translatabilityand translation of „meaningful names“ in Witkacy’s plays S. 94–116
Carmen Cuéllar:  Lázaro Proper Names in Audiovisual Translation. Dubbing vs Subtitling / Eigennamen in audiovisueller Übersetzung. Synchronisation vs. Untertitelung S. 117–134
Rosemarie Gläser: Der Gebrauch von Namen in Victor Klemperers LTI, Notizbuch eines Philologen(1947) und die englische Übersetzung von Martin Brady, LTI, The Language of theThird Reich (2000) / The use of proper names in Victor Klemperer’s LTI – Lingua Tertii Imperii. Notizbuch eines Philologen (1947) and the english translation by Martin Brady, LTI, The Language of the Third Reich (2000) S. 135–160
Jarmila Opalková: Anthroponyme in der Amtskommunikation aus dem Blickwinkel der nationalenBedürfnisse – unter Berücksichtigung interkultureller Besonderheiten / Anthroponymsin office communication from the perspective of national needs – takinginto account intercultural peculiarities S. 161–173
Anikó Szilágyi-Kósa: Übersetzung von geographischen Namen – am Beispiel des SprachenpaaresDeutsch-Ungarisch / Translating of geographical names based on examples ofhungarian-german translations S. 174–185
Jean-Pierre Anderegg: Orts- und Familiennamen an der deutsch/französischen Sprachgrenze: Der Fall Freiburg im Üchtland (Stadt und Kanton) / Place names and proper names on the German/French language border: The case of Fribourg in Switzerland (city andcanton) S. 186–200

B. Aufsätze / Articles

Albrecht Greule: Das festlandkeltische Hydronym *Langvros: Rekonstruktion und Integration /The continental celtic hydronym *Langvros: reconstruction and integration S. 203–208
Karlheinz Hengst: Der slawische Adel, seine Sprache und seine Namen zwischen Saale und Elbe vom10. bis 13. Jahrhundert / Slavonic nobility, their language and names between therivers Saale and Elbe (10th-13th centuries) S. 209–279
Walter Wenzel: Die regio Neletici ubi est Vurcine civitas im Licht der Ortsnamen / The regioNeletici ubi est Vurcine in the light of toponymy  S. 280–298
Karlheinz Hengst: Namen in Urkunden zu sakralen Gründungen in Zwickau und Chemnitz Anfang des 12. Jahrhunderts. Onymische Zeugnisse für den Beginn des deutschen Landesausbaus an der Mulde vor 900 Jahren / Names in documents about clericalfoundationsin Zwickau and Chemnitz at the beginning of 12th century. Onymic witnesses from the beginning of the german settlement and cultivation along theriver Mulde 900 years ago S. 299–335
Peter Wiesinger: Die Ortsnamen Stainz/Stanz in der Steiermark und Steinz(en) in Oberösterreich /The place names Stainz/Stanz in Styria and Steinz(en) in Upper Austria S. 336–348
Peter Ernst: „Echte“ und „unechte“ -ing-Namen. Zu Terminologie und Sachbereich einer Siedlungsnamengruppe / On „authentic“ and „false“ -ing-names. Terminology and subject area of a group of settlement names S. 349–361
Volkmar Hellfritzsch: Der Familienname Nobis im Erzgebirge / The surname Nobis in the Erzgebirge region S. 362–368
Anja Stehfest / Barbara Aehnlich: Sozio- und pragmaonomastische Implikationen der Benennungspraxis am Beispiel der Christiana von Goethe / Socio- and pragma-onomastic implications of naming conventions exemplified by Christiana von Goethe S. 369–396
Daniela Pelka: Name und Kultur – die Vornamen der Oberschlesier als Zeichen der Gruppenzugehörigkeit/ Name and Culture – The first names of the Upper Silesians as anexpression of group affiliation S. 397–417
Dieter Kremer: Luther, Calvin, Protestant oder die frühe Wahrnehmung der europäischen Reformation in Portugal und der Neuen Welt / Luther, Calvin, Protestant or the Early Perception of the European Reformation in Portugal and the New World S. 418–438

C. Besprechungen und Diskussion / Reviews and Discussion

Bernd Koenitz: Leipzig – die Herkunft des Namens ist rein slawisch! / Leipzig – the origin of thename is purely Slavonic! S. 441–461
Karlheinz Hengst: Leipzig – slawische Ausgangsform des Namens möglich / Leipzig – slavic derivationof the name is possible S. 462–477
Walther Wenzel: Leipzig – ein altwestsorbischer Ortsname / Leipzig ‒ a place name of Oldwestsorbian origin S. 478–481
Volkmar Hellfritzsch: Heiligenverehrung und Namengebung, hg. von Kathrin Dräger, Fabian Fahlbusch und Damaris Nübling, Berlin/Boston 2016 S. 482–497
Volkmar Hellfritzsch: Familiennamen nach Beruf und persönlichen Merkmalen, hg. von Fabian Fahlbuschund Simone Peschke (= Deutscher Familiennamenatlas 5), Berlin/Boston 2016 S. 498–520
Autoren / Authors  S. 521–522